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Photography: Crisis of History

Joan Fontcuberta, katalanischer Künstler, Autor und Kurator, beschäftigt sich in seinen Arbeiten oft mit der Frage nach Originalität und Urheberschaft von Kunstwerken. Seine Ausstellung „Photography: Crisis of History“ treibt dies auf die Spitze: Nichts ist hier so, wie es zu sein scheint. Die Kuratorinnen Alison Nordström und Cale Garrido baten uns im Rahmen der 7. Triennale der Photographie Hamburg, ein Erscheinungsbild und Ausstellungsdesign dafür zu konzipieren.

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Ausgehend von einem Unterschriftenfeld, wie es bei Zertifikaten und Stempeln von Kunstwerken Verwendung findet, entwickelten wir ein Key Visual, dessen Typografie nur auf den ersten Blick seriös und perfekt erscheint.

Sieht man genauer hin, erkennt man, dass dies nur eine Täuschung ist: Die Buchstaben sind grob geschnitten und wirken fehlerhaft. Das Spiel mit vermeintlicher Improvisation und Spontaneität zieht sich wie ein roter Faden durch das Signage und die gesamte Ausstellungsarchitektur.

So erwartet den Besucher im Eingangsbereich der Hamburger Barlach-Halle K eine Darstellung der Geschichte der Fotografie, die aber eher wie eine temporäre, selbstgebastelte Lösung wirkt – und deren Enden sich bereits nachlässig einrollen.

Etwas fehl am Platze wirken auch die Stecknadeln mit den etwas zu großen, bunten Köpfen, die – scheinbar – die einzige Befestigung für viele Bildlegenden darstellen.

Sie greifen die Farben der drei Themengruppen wieder auf, die sich auch in den Vitrinen wiederfinden.

Am Ende der Ausstellung macht der Besucher in einem großen, weißen Kubus eine überraschende Entdeckung, die Fontcubertas Arbeit in ein anderes Licht rückt – und die auch das Spiel mit den Klischees des Ausstellungsdesigns erklärt.